Peer-to-Peer Learning: So wird E-Learning persönlich

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Peer-to-Peer Learning ist ein Ansatz im E-Learning, bei dem miteinander und voneinander gelernt wird. Diese Lernform ist nicht nur eine spannende Abwechslung zu herkömmlichen Formaten, sondern auch besonders effizient. In diesem Artikel lesen Sie, was Peer-to-Peer Learning ist, welche Vorteile es bringt und wie es sich umsetzen lässt.

Was ist Peer-to-Peer Learning?

Bei dieser kollaborativen Lernform werden Wissen und Erfahrungen zwischen den Teilnehmern ausgetauscht. Statt der klassischen Lehrer-Schüler-Konstellation sind alle Beteiligten gefragt, ihr Wissen zu teilen. Es gibt keinen Kursleiter, der Inhalte vermittelt. Stattdessen passiert Lernen während der Interaktion mit anderen. Dafür bieten sich mehrere Methoden an, so zum Beispiel Gruppenprojekte, Partnerübungen und auch Diskussionen. Inzwischen sind diese Methoden mit der richtigen Strategie ohne Weiteres auch im E-Learning umsetzbar.

Welche Vorteile hat Peer-to-Peer Learning?

Diese interaktive Lernform bringt viele Vorteile mit sich. Vier davon stellen wir Ihnen hier vor:

Vorteil 1: Persönliches Lernerlebnis

Allen voran macht Peer-to-Peer Learning das Lernerlebnis persönlicher. Denn es geht nicht nur darum, Inhalte zu verinnerlichen, sondern diese auch selbst zu vermitteln. Im Vordergrund steht die soziale Interaktion und erst an zweiter Stelle stehen die Fachinhalte. Gemeinsam zu lernen, bedeutet auch auf Augenhöhe zu lernen. Es gibt kein klassisches „Machtgefälle“ zwischen Lehrer und Schüler, bei dem der eine lehrt und der andere Wissen aufnimmt. Das steigert die Lernmotivation. Motiviert zu lernen ist ein wichtiger Baustein im lebenslangen Lernen, das auch in Unternehmen Einzug halten sollte.

Vorteil 2: Aktives Lernen

Statt passiv Lerninhalte zu konsumieren, werden Lernende selbst aktiv. Während in klassischen Kursformaten nur eine Lehrkraft ihr Wissen weitergibt, erfahren Lernende im Peer-to-Peer Learning unterschiedliche Perspektiven kennen. Denn Lerninhalte werden gemeinsam in der Gruppe erarbeitet oder diskutiert. So sind Lernende nicht nur passive Rezipienten von Wissen, sondern geben auch ihr eigenes Wissen und ihre eigenen Perspektiven weiter. Dadurch wird Lernen nicht nur zu einer fachlichen, aber oft auch persönlichen Bereicherung.

Vorteil 3: Soziale Kompetenzen

Peer-to-Peer Learning bedeutet, sich gegenseitig beim Lernen zu unterstützen. Neben dem Fachlichen werden auf diese Weise auch soziale Kompetenzen gestärkt. Empathie, Kommunikation und Kooperation – das sind alles Dinge, die im Peer-to-Peer Learning eine zentrale Rolle spielen. Sich mit anderen respektvoll und auf Augenhöhe auszutauschen, gemeinsam Inhalte und Lösungen zu erarbeiten und durch Diskussionen neue Denkanstöße zu erhalten fördern diese Kompetenzen. Das trägt nicht nur zur persönlichen Entwicklung bei, sondern ist auch in der Arbeitswelt von großem Vorteil.

Vorteil 4: Teamzusammenhalt stärken

Gemeinsames Wachstum zu fördern – und das nicht nur auf fachlicher Ebene – wirkt sich überaus positiv auf das Team aus. Denn Peer-to-Peer Learning erlaubt es, ein Netzwerk zu schaffen, in dem man sich gegenseitig unterstützt. Durch diese kollaborative Form des Lernens werden Beziehungen gestärkt. Teammitglieder lernen sich besser kennen, indem Wissen und auch Perspektiven miteinander geteilt werden. Das stärkt das gegenseitige Verständnis und hilft dabei, Vertrauen zueinander aufzubauen. Insgesamt wird das Teamgefühl im Unternehmen dadurch gestärkt.

Wie lässt sich Peer-to-Peer Learning im E-Learning umsetzen?

Peer-to-Peer Learning lässt sich dank eines passenden LMS (Learning Management System) hervorragend digital abwickeln. Durch kollaborative Funktionen wie Chats, Diskussionsforen, Whiteboards und Mitarbeiter-Content lernen Kollegen digital miteinander.

Doch nicht nur die technischen Voraussetzungen sollten erfüllt sein. Beachten Sie auch Folgendes, wenn Sie Peer-to-Peer Learning in Ihrem Unternehmen einsetzen wollen:

  • Stellen Sie klare Erwartungen: Welche Ziele sollen durch das Lernformat erreicht werden? Wie sollen Teammitglieder gemeinsam lernen?
  • Laufendes Feedback: Lassen Sie sich regelmäßig Feedback von den Teilnehmern geben und geben Sie selbst auch Feedback an die Gruppe.
  • Unterstützende Lernumgebung: Gestalten Sie Kurse so, dass soziales Lernen möglichst einfach und unkompliziert abläuft.

Sollten Sie einen E-Learning Manager in Ihrem Unternehmen beschäftigen, so wären dies klassische Aufgaben für diese Position.

Peer-to-Peer Learning in Ihrem Unternehmen

Mit einer Peer-to-Peer Learning Strategie vermitteln Sie nicht nur fachliche Inhalte, sondern stärken auch soziale Kompetenzen und das Teamgefühl. Wir helfen Ihnen dabei, Ihr E-Learning Projekt umzusetzen. Kontaktieren Sie dafür gerne unverbindlich und kostenlos unsere Experten.

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