1. Schritte: Onboarding von Auszubildenden

Kategorie: Blog

Onboarding ist nicht gleich Onboarding: Während eine Person mit Berufserfahrung die besten Aussichten hat, um sich in einem neuen Betrieb schnell einzuleben, braucht das optimale Onboarding  von Auszubildenden andere Zutaten.  Sie kommen direkt von der Schule, von der Backpacker-Tour oder von der Uni und müssen Schritt für Schritt in den Betrieb integriert werden. Erfahren Sie hier, auf was Sie beim Onboarding von Auszubildenden speziell achten sollten.

1. Besondere Herausforderungen für Onboarding bei Auszubildenden

Während Sie bei neuen Mitarbeitern in der Regel davon ausgehen können, dass sie sich in dem Mikrokosmos „Unternehmen“ schnell zurechtfinden werden, müssen Sie Auszubildende erst einmal dort abholen, wo sie stehen – noch mit einem Fuß im Schul- oder Unileben. Deshalb sollten Sie ihre Ausgangslage kennen und reflektieren.

  • Wie verhalte ich mich? Für Auszubildende, die vorab keine praktischen Erfahrungen sammeln konnten, ist ein Betrieb eine völlig neue Welt. Deshalb sollte das Onboarding von Auszubildenden ihnen alles an die Hand geben, um sich schnellstmöglich zurecht zu finden. Das sind alle wichtigen Informationen und Dokumente in einer Mappe und bestenfalls über die Onboarding-App noch einmal in digitaler Form für den schnellen Zugriff.
  • Wer ist mein Ansprechpartner? Ob an der Schule oder im Studium, Auszubildende waren es bisher gewohnt, im kleineren oder größeren Maße „an die Hand genommen“ zu werden. Nun sind sie in einem Betrieb mit vielen neuen Gesichtern konfrontiert, die verschiedene Rollen und Aufgaben übernehmen. Organigramme oder Profile in der Unternehmens-App bieten Orientierung.
  • Was mache ich hier überhaupt? Was es ganz praktisch bedeutet, eine Ausbildung zum*r Mediengestalter*in, zum* Kauffrau/mann für Büromanagement oder Industrie-Elektriker*in zu absolvieren, verstehen die Auszubildenden zumeist erst, wenn sie schon mittendrin stecken. Wie gut Berufsbeschreibungen auch sind: Es braucht die praktische Erfahrung, Aufgaben und Arbeitsroutinen zu verstehen und einzuüben. Das Onboarding von Auszubildenden sollte den jungen Menschen auch die Furcht davor nehmen, Fehler zu machen oder zu versagen.

 

2. Methoden für Onboarding von Auszubildenden

Die Next Generation ist durch und durch technikaffin. Das können Ausbildungsbetriebe für sich nutzen. Um Azubis möglichst früh und gut an das Unternehmen zu binden, können sie eine Onboarding-App einsetzen. Im Pre-Boarding geben sie einige Funktionen frei und versorgen den Azubi mit den ersten wichtigen Infos und halten den Kontakt. Das verringert ganz nebenbei das Risiko, dass der Azubi vor dem ersten Arbeitstag „kalte Füße“ bekommt und die Ausbildung nicht antritt.

Hier finden Sie weitere praxiserprobte Methoden für das umfassende Onboarding von Auszubildenden:

1. (Azubi-)erfahrene Begleiter*in für Eingewöhnungsphase

Ein Mitarbeiter sollte sich in den ersten Tagen ausreichend Zeit nehmen, um den neuen Azubi willkommen zu heißen und der wichtigste Ansprechpartner zu sein. Im besten Fall hat er bereits Erfahrung im Umgang mit neuen Auszubildenden, kennt deren Sorgen und Bedürfnisse und kann so möglichst viele Themen abfangen.

2. Patensystem

Organisationen können zudem über ein Patensystem nachdenken: Hierbei steht ein anderer, erfahrener Azubi dem neuen Kollegen zur Seite und begleitet ihn durch seine ersten Arbeitstage. Unter jungen Kolleg*innen entsteht schnell ein ganz besonderes Vertrauensverhältnis, was dem Neuankömmling den guten Einstieg erleichtert.

 

junger mensch am smartphone

3. Betriebsführung

Um einen Überblick über den Mikrokosmos „Unternehmen“ zu erhalten, sollte der Azubi einen Führung durch möglichst alle Abteilungen erhalten und auch wichtige Orte wie Kantine, Personalbüro, Toiletten und Parkplätze kennen lernen.

4. Erstes Kennenlernen

Der Azubi sollte in einer möglichst informellen Situation erste Kollegen aus dem näheren Arbeitsumfeld kennen lernen. In dieser ungezwungenen Atmosphäre fällt es leichter, erste Fragen zu stellen und ein Gefühl für den persönlichen Umgang zu erhalten. Auch das formelle Kennenlernen in Gesprächskreisen und Meetings fällt dann etwas leichter.

5. Feedback-Kultur

Neue Auszubildende sollten dazu ermutigt werden, frühzeitig Fragen zu stellen und Feedback zum Onboarding-Prozess zu geben. So können Schwierigkeiten und ungeklärte Fragen schnell und frühzeitig aus dem Weg geräumt werden. Ausbilder erhalten außerdem wichtige Infos, wie sie das Onboarding für Auszubildende noch verbessern können.

Möchten Sie mehr Impulse für ein ganzheitliches Onboarding neuer Mitarbeiter erhalten? Dann lernen Sie hier unsere Onboarding-App kennen.

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