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Erschienen am
27.04.2022
Mitarbeiter-Onboarding: Wie sieht der perfekte Start aus?

Norma Demuro
E-Learning Expert, CEO @ keelearning
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Und plötzlich sitzen wir als neuer Mitarbeiter an unserem Schreibtisch und dann – ja, was dann? Fangen wir an erste Aufgaben anzugehen, lassen uns von Kollegen Hilfestellung geben und knüpfen zaghaft erste Kontakte in der Teeküche. Bis dann alles sitzt und wir als Arbeitskraft volle Leistung bringen, kann schon etwas Zeit ins Land gehen. Mit einem Prozess wie dem Mitarbeiter-Onboarding soll dieser Prozess beschleunigt werden. Das birgt nicht nur Vorteile für das Unternehmen, sondern auch für den neuen Mitarbeiter.
Onboarding beschreibt einen zielgerichteten Prozess, in dem neue Mitarbeiter in den ersten Wochen und Monaten in das Unternehmen und in Arbeitsabläufe integriert werden. Sie kommen wortwörtlich an Bord, werden durch verschiedene Maßnahmen und Events aufgenommen und können so viel schneller in der Organisation ankommen.
… für Organisationen
… für Arbeitnehmer
Wie wichtig ein professionelles Onboarding ist zeigt sich auch in der von keelearning zusammen mit dem Marktforschungsinstitut Dynata kürzlich durchgeführten Studie zum Thema Onboarding. Sie zeigt auf wie es um die Weiterbildungsmöglichkeiten im deutschen Mittelstand steht und wie stark die Digitalisierung hier noch hinterher hinkt. Gerade Mitarbeitende, deren Arbeit nicht an einem Schreibtisch stattfindet, wie solche in der Industrie oder im Handel sind stark betroffen: Rund jeder dritte von ihnen gibt an, dass Weiterbildungen ausschließlich vor Ort stattfinden und nicht digital verfügbar sind. Ganze 41 Prozent können sich innerhalb des Unternehmens gar nicht weiterbilden. Darüber hinaus geben 20 Prozent der Befragten an, schon einmal in der Probezeit gekündigt zu haben, weil sie sich nicht richtig abgeholt gefühlt haben.
Es lassen sich im Groben drei Phasen eines Mitarbeiter-Onboardings beschreiben:
Am ersten Arbeitstag sollte der neue Mitarbeiter im Fokus stehen. Vergeht dann der erste halbe Arbeitstag während die IT den Rechner einrichtet, ist das ein eher unglücklicher Start. Deshalb sollten alle formellen, organisatorischen und technischen To Dos rechtzeitig vor dem ersten Arbeitstag erledigt sein.
Dazu gehören insbesondere:
Am ersten Arbeitstag sollte der neue Mitarbeiter herzlich aufgenommen werden. Dazu gehört eine Vorstellungsrunde im neuen Team. Im besten Fall gibt es ein Lernmanagement-System, mit dem der Mitarbeiter einen Überblick über alle anstehenden Termine in der ersten Arbeitswoche sowie den Zugriff auf Schulungsunterlagen hat, die für das profesionelle Onboarding wichtig sind.
Die erste Arbeitswoche sollte komplett dafür reserviert sein, das Unternehmen und die Produkte kennen zu lernen, alle Formalitäten zu klären, die im Pre-Boarding nicht erledigt werden konnten und erste Kontakte zu knüpfen. Dieses umfassenden Mitarbeiter-Onboarding ist die Basis für einen erfolgreichen Start in den Job.
Wie eine erste Arbeitswoche aussehen kann, zeigt das Karriere-Netzwerk Linkedin hier. Das fünftägige Remote-Onboarding-Programm entstand als Antwort auf die Homeoffice-Pflicht in der Corona-Pandemie.
Nach der intensiven Einarbeitungsphase hat der Mitarbeiter alle Werkzeuge und Infos an der Hand, um in sein Aufgabenfeld hineinzuwachsen. Und trotzdem sollten einige Formate aus dem Mitarbeiter-Onboarding immer wieder Anwendung finden, um die Mitarbeiterzufriedenheit- und Bindung zu stärken. Dazu gehören gemeinsame Teambuilding-Tage, kreative Workshops, die zum Denken „Out-of-the-Box“ einladen und nicht zuletzt die kontinuierliche Weiterbildung.
Über Quizz-Apps können Angestellte regelmäßig ihr Wissen testen, Pflichtunterweisungen können online durchgeführt werden und über einen Team-Chat erhalten Mitarbeiter schnell wichtige Infos, die für Arbeitsabläufe und Compliance essentiell sind. So bleiben Angestellte untereinander im Kontakt. Andererseits haben Personalabteilungen einen optimalen Kanal für die interne Kommunikation, die ein wichtiger Baustein für das Employer Branding ist.
Zudem sollte es direkt nach der intensiven Einarbeitung und auch im weiteren Arbeitsalltag regelmäßige Feedbackrunden geben, um den Onboarding-Prozess optimieren zu können und sich wertvolle Kritik von Mitarbeitern einzuholen. Auch diese Feebackschleife kann über ein Online-Tool automatisiert werden.
Digitale Onboarding-Tools werden immer beliebter. Auch das zeigen die Auswertungen der Haufe-Umfrage. Während 2019 lediglich 12 Prozent auf digitale Prozessunterstützung setzten, waren es 2020 bereits fast doppelt so viele (23 Prozent).
Möchten Sie mehr über den Prozess des virtuellen Onboardings erfahren? Dann lernen Sie hier die wichtigsten Tools und Methoden kennen. Sehr gern stellen wir Ihnen unsere Onboarding-App in einer Demoversion vor.
Key Takeaways
Inhaltsverzeichnis
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